Der Johann Klettersteig (Südwandklettersteig) der rechts der zentralen Dachsteinsüdwand auf die Dachsteinwarte führt, zählt zu den schwierigsten und längsten steirischen Klettersteigunternehmungen.
Von der Talstation der Dachsteinsüdwandbahn auf dem markierten Weg zur Dachsteinsüdwandhütte und weiter auf dem Weg in Richtung Tor-Bachlalm und nach kurzem Abstieg rechts vom markierten Weg ab (Tafel “Südwandklettersteig”) und auf ausgeprägtem Steig zum Fuß einer Wandstufe, ab hier große rote Farbmarkierungen, die Wandstufe wird stellenweise kletternd (1+) überwunden, im oberen Bereich der Wandstufen nach Westen in einen Sattel.
Aus dem Sattel kurz absteigen und schließlich aufwärts zu den ersten Versicherungen vom Johann Klettersteig, die oft unter Schnee liegen. Beim ca. 5m hohen Einstiegsüberhang trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen, wer hier Probleme hat, sollte den Weiterweg nicht erzwingen. Der weitere Routenlauf vom Johann Klettersteig durch die Dachstein Südwand ist durch das Stahlseil klar vorgegeben (siehe auch Topo).
Von der unmittelbar beim Ausstieg befindlichen Seethalerhütte (Dachsteinwartehütte) in einer Schleife nordseitig um das Niedere u. Hohe Dirndl herum zur Bergstation der Dachsteinsüdwandbahn am Hunerkogel. Hier entweder mit der Seilbahn talwärts oder hinunter in die Hunerscharte (Versicherungen – mittel) und auf dem versicherten Steig zur Dachsteinsüdwandhütte (ca. 1,5 Std. ab Hunerkogel) und weiter zur Talstation der Dachsteinseilbahn.
Titelbild: Tomaz Opresnik
47.450032, 13.617382 (Routenplaner)
- ralf reviewed vor 16 Jahren
- last edited vor 3 Jahren
- Mo reviewed vor 2 Jahren
Der Zustieg war sehr langwierig, stellenweise unangenehm und gefährlich. Unversicherte leichte Kletterstellen, schmale Geröllbänder und trotz Hochsommer noch vereiste Altschneefelder. Im Nachhinein wäre der Zustieg über den Anna-Klettersteig wohl leichter gewesen.
Der Klettersteig selbst ist schön lang und anspruchsvoll, aber im Vergleich zum Zustieg nicht schwer und erfordert mit guter Technik auch kaum Armkraft oder besondere Kondition. Der kurze Überhang am Anfang war nass und rutschig, aber auch wieder mit richtiger Technik auch für bouldererfahrene Kinder gut machbar (aber insgesamt wegen des Zustiegs dennoch für Kinder nicht zu empfehlen). Insgesamt sehr angenehm zu begehen und tolle Aussichten.
Nach dem Klettersteig folgt noch eine Gletscherüberquerung. Der Schnee war aber weich und angenehm zu begehen.
Wem es nichts ausmacht, dass der Zustieg viel länger, anstrengender und schwerer ist als der tolle Klettersteig selbst, ist diese Tour zu empfehlen.
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- Markus reviewed vor 9 Jahren
Waren heute am 1. Juli auf der Super Ferrata.
Das Wetterfenster meldete ab 13 Uhr nicht so gut. Also früh morgens um 4.30 aus den Betten. Um 5.45 am PP der Dachstein Seilbahn angekommen. Rüber über Südwandhütte zum Einstieg der Anna. Super Verhältnisse. Alles trocken. Danach rüber zum Johann. Schneebrett auch ohne Steigeisen machbar. Der Überhang am Einstieg war nass und deswegen unangenehm. Der Rest ohne Probleme. Am Ausstieg ging es gleich rüber zum Einstieg der Schulter. Ebenfalls ohne Steigeisen. Im Steig sind noch drei Schneefelder zu queren welche jedoch nicht schlimm sind. Am Gipfel des Hohen Dachstein angekommen hatten wir dann Glück mit den Wolken. Ist alles kurzfristig aufgerissen. Um 13.30 waren wir wieder zurück am Einstieg. Ne tolle Tour ?
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- Erik reviewed vor 9 Jahren
Der Einstieg ist zurecht mit E bewertet. Wem hier schon die Arme brennen sollte umdrehen.
An sonnigen Tagen gibt es hier im Steig keinen Schatten, also ausreichend Getränke mitnehmen.
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